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Chronologie der Verlängerung der Witiker Buslinie Drucken

Verlängerung der Witiker Buslinie ins Stadtzentrum – eine Chronologie


Die Zeit ist reif, ein berechtigtes Anliegen der Witiker Bevölkerung zu realisieren: Die Verlängerung der Buslinie 34 ins Stadtzentrum. Im Jahr 2010 fallen in dieser Sache wichtige Entscheide...


Schon 1934 bei der Eingemeindung Witikons hatten die städtischen Behörden eine Verlängerung der Buslinie in Aussicht gestellt. Seit 1981 fordert der Quartierverein eine direkte öffentliche Verbindung von Witikon in die Innenstadt; 1986 wurde ein entsprechendes Postulat im Gemeinderat gutgeheissen. 2006 erschien das neue Linienkonzept der VBZ; darin steht klipp und klar (Grundsatz 2, Seite 10): „Jedes Quartier braucht eine direkte Verbindung zum Stadtzentrum.“ Im Juni 2008 stimmte der Gemeinderat einer Motion zu, die eine Verlängerung der Witiker Buslinie ins Stadtzentrum (Bahnhof Stadelhofen oder Hauptbahnhof) verlangt. Um dem Anliegen Nachdruck zu verleihen lancierte der Quartierverein eine entsprechende Petition. Von Mitte September bis Mitte Dezember 2008 wurden im Quartier 2600 Unterschriften gesammelt - ein eindrückliches Ergebnis. Die Unterschriften übergab der Präsident des Quartiervereins im Februar 2009 dem zuständigen Stadtrat, Herrn Andres Türler, vor dem Rathaus.

Der Stadtrat hat 2008 einem Planungsbüro den Auftrag gegeben, die Möglichkeit einer Busverlängerung zu prüfen, Varianten auszuarbeiten und ihre Kosten zu bestimmen. Der Bericht liegt den Verantwortlichen der VBZ und des Zürcher Verkehrsverbundes (ZVV) sowie dem Stadtrat vor. Er wird vorläufig geheim gehalten. Nach Insider-Informationen kommt der Bericht zum Schluss, dass die Verlängerung der Witiker Buslinie einmalige hohe Investitionen (von mehreren Millionen Franken) verlangt; jährlich wiederkehrend - für den Betrieb der verlängerten Buslinie - fallen offenbar keine zusätzlichen Kosten an. Im Mai oder Juni 2010 ist die Weisung des Stadtrates an den Gemeinderat zur Verlängerung der Buslinie zu erwarten. Der zuständige Departementvorsteher, Andres Türler, hat seine Haltung bereits jetzt angedeutet: Er lehnt das Anliegen der Witiker Bevölkerung ab. Die Weisung des Stadtrates wird im Normalfall zuerst in der Verkehrskommission besprochen. Dort werden die Weichen gestellt für die Abstimmung im Gemeinderat, der das Geschäft voraussichtlich in der zweiten Hälfte 2010 behandeln wird. Falls er das Witiker Desiderat ablehnt, könnte der Quartierverein Witikon eine städtische Volksinitiative lancieren. Darüber wird an der Mitgliederversammlung vom 16. März 2010 diskutiert und entschieden. Falls die Volksinitiative – mit mindestens 3000 gültigen Unterschriften - zustande käme, könnten letztlich die Zürcher Stimmbürgerinnen und Stimmbürger über die Verlängerung der Witiker Buslinie entscheiden.

Balz Bürgisser

Präsident Quartierverein Witikon

 
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