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Feststimmung in Witikon
Am Wochenende vom 4.-6. September 2009 fand in Witikon das grosse Quartierfäscht zum 75 Jahre Jubiläum der Eingemeindung statt. Das Wetter war prächtig, der Andrang gross, die Höhepunkte zahlreich: Das Fest bot jung und alt unvergessliche Erlebnisse.
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Freitagabend, 4. September 2009
Das Witiker Quartierfäscht begann am Freitagabend: Im Festzelt oberhalb der Boller-Schüür wurde die restaurierte alte Witiker Feuerwehrspritze feierlich enthüllt. In seiner Rede ging der Präsident des Feuerwehrvereins, Heinz Weyermann, auf die spannende Geschichte der 1853 erbauten Spritze ein: 100 Jahre lang erfüllte sie ihren Dienst. Dann war sie mehrere Jahre verschollen und tauchte plötzlich wieder auf.
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| Bis die Restauration durchgeführt werden konnte, brauchte es enorme Beharrlichkeit des Feuerwehrvereins und viel Geld von der Quartierbevölkerung. Nach der Rede wurde die Spritze im Freien gleich ausprobiert: Sechs kräftige Männer schafften es in kurzer Zeit, dass ein kräftiger Wasserstrahl aus der Leitung spritzte. Im Zelt war die Stimmung bis Mitternacht ausgezeichnet. Dazu trugen das feine Essen - zubereitet und serviert von Mitgliedern des Damen-Turnvereins und der Männerriege - wesentlich bei.
Eine Verpflegungs-Alternative war das Holzerstübli im Oberdorf, das von Hans Jordi und der Holzkorporation Witikon betrieben wurde. Die gemütliche Atmosphäre, das ausgezeichnete Essen und der aufmerksame Service führten dazu, dass alle 50 Plätze dieser Festwirtschaft stets besetzt waren.
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Samstag, 5. September 2009
Am Samstag, 5. September 2008, fand - im Rahmen des Quartierfestes - der Witiker Dorfmärt statt. Frühmorgens trafen die Marktfahrer ein und begannen, ihre Waren auszupacken oder ihre Dienstleistungen zu präsentieren. Ab 9 Uhr kamen die Besucherinnen und Besucher. Wer zu Hause nicht gefrühstückt hatte, konnte das am Dorfmärt nachholen: Urs Calibran war mit seinem Leiterwagen unterwegs und bot Kaffee und frische Gipfeli an.
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| Gegen Mittag kam die Quartierbevölkerung in Scharen zum Markt. Zu diesem grossen Besucherandrang trug sicher auch das prächtige Spätsommerwetter bei. Das Angebot am Witiker Dorfmärt war in diesem Jahr besonders vielseitig und attraktiv. An 65 Ständen wurden von Privaten, Vereinen und Institutionen sowie vom lokalen Gewerbe Waren und Dienstleistungen angeboten; beispielsweise bunte Karten und Blumen, Tücher und Taschen, Honig und Rüeblikuchen, Informationen der Vereine, der Kirchgemeinden und des Gemeinschaftszentrums Witikon. |
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Auch am Kinderflohmarkt war das Angebot breit gefächert: An 20 Standplätzen boten Kinder Spielsachen, Computergames, Bücher, Zeitschriften und Süssigkeiten an. Die kleinen Kinder vergnügten sich nach alter Tradition auf dem Rösslikarussell. Besondere Attraktionen waren die 10 m hohe Kletterwand und die 68 m lange Riesenrutschbahn. Eine Schussfahrt den Kirchhügel hinunter war für jung und alt ein unvergessliches Erlebnis. Kleine Schürfungen nahmen die Mutigen, die den Hügel hinuntersausten, in Kauf. |
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Am Stand des Quartiervereins stiessen der Wettbewerb mit sechs Fragen zum Quartier und der neu herausgegebene Witiker Quartierspiegel auf grosses Interesse.
Auch die Musikfreunde kamen am Dorfmärt auf ihre Rechnung. Zur Mittagszeit zeigte René Gallizzi eine professionelle Alphorn-Show-Einlage und um 14 Uhr spielte der Musikverein Witikon aus seinem reichhaltigen Repertoire. Der Auftritt der einheimischen Formation wurde von der Bevölkerung mit viel Applaus verdankt. Ab 16 Uhr unterhielt die Gruppe Cantina Hot Seven die Marktbesucher bei der Jordi-Schüür. Dort betrieb der Turnverein eine Festwirtschaft, wo sich die Festbesucher verpflegen und gleichzeitig den Fussballmatch der Schweizer Nationalmannschaft auf Grossleinwand verfolgen konnten. Kein Wunder also - nach dem Sieg der Schweiz, dass es hier weit über Mitternacht bei bester Stimmung fröhlich zu und her ging.
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Ein weiter Höhepunkt des Quartierfestes am Samstagnachmittag war die Einweihung der Panoramatafel auf dem Kirchenhügel. Die gediegene Feier wurde um 15.00 Uhr mit den Alphornklängen von René Gallizzi eröffnet. Dann ergriff Quartiervereinspräsident Balz Bürgisser das Wort: Er outete sich als Freund der Berge: Schon als Kind haben ihn Tödi, Titlis und Jungfrau fasziniert. Er stellte die gut 100 Anwesenden auf die Probe: "Zeigen Sie auf den Grossen Mythen! Kennen Sie die 50 Berggipfel, die vom Kirchenhügel aus sichtbar sind?"
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Dann ging Balz Bürgisser auf die Erfolgsgeschichte der Entstehung des Witiker Alpenpanoramas ein: Nach anfänglichen Schwierigkeiten, die Panoramatafel zu finanzieren, meldeten sich - nach einem Aufruf in der Presse - Grün Stadt Zürich, Witiker Organisationen und auch Quartierbewohner, die Geld zur Realisierung des Projektes spendeten. Anfangs März 2009 war die Finanzierung gesichert, und der Quartierverein erteilte dem Witiker Architekten Bruno Müller-Hiestand den Auftrag, das Panorama zu zeichnen und aufstellen zu lassen. Er bewältigte die Arbeit zuverlässig und termingemäss.
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Bruno Müller-Hiestand war sichtlich erfreut, dass sein lang gehegter Wunsch jetzt in Erfüllung ging. Er schilderte den Zuhörern die minutiöse Kleinarbeit, die zum Zeichnen des Witiker Alpenpanoramas notwendig war. Dann schritten Bruno Müller-Hiestand und Balz Bürgisser zur Tat: Sie enthüllten die Panoramatafel. Die Zuschauer applaudierten und drängten sich zur Tafel, während René Gallizzi eine passende Melodie mit dem Alphorn intonierte.
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Am Samstagabend fand bei herrlichem Wetter das Openair Langmatt statt. Das Programm war vielfältig und für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene attraktiv. Im grossen und im kleinen Festzelt spielten verschiedene Bands. In der Turnhalle konnten sich die Kinder auf den Gumpi-Matten austoben. Wer vom Trubel genug hatte und sich verpflegen wollte, konnte dies in der Regenhalle tun. Für Speis und Trank war reichlich gesorgt. Auf den Tischen lag eine Grussbotschaft der Stadtpräsidentin, die leider nicht persönlich am Openair teilnehmen konnte. Die abwechslungsreichen Musikangebote lockten zum Verweilen und sorgten für gute Stimmung bis morgens um 2 Uhr. Das Openair Langmatt ist gelungen; es hat seinen Ruf als friedliches Fest der Witiker Jugend voll und ganz bestätigt.
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Sonntag, 6. September 2009
Die Wegweiser "Festplatz" an der Witikonerstrasse deuteten am Sonntagmorgen darauf hin, dass heute ein besonderer Tag für Witikon war. Auch Petrus wusste das: Er sorgte für prächtiges Spätsommerwetter. Um 10 Uhr versammelten sich 150 Personen im grossen Festzelt, um den ökumenischen Gottesdienst zu feiern. Dem reformierten Pfarrer Paul Leuzinger und seiner Mitarbeiterin Claudia Kriesi, dem katholischen Pfarrer Adrian Lüchinger und dem Pastoralassistent Bernd Siemes gelang es hervorragend, die Botschaft der Bibel mit dem Zusammenleben im Quartier zu verknüpfen.
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Der Aufruf, sich um die Mitmenschen und die Quartiergemeinschaft aktiv zu kümmern stiess bei den Besuchern auf offene Ohren. Ein kurzer Ausschnitt des Kindermusicals wurde gezeigt: Da zeigten Witiker Kinder als Tiere verkleidet ihr schauspielerisches Talent. Der moderne, abwechslungsreiche Gottesdienst wurde musikalisch eingerahmt vom Musikverein Witikon.Nach dem Gottesdienst spielte der Musikverein Witikon im Festzelt rassige Melodien. Das reichhaltige Repertoire begeisterte die Festbesucher. Gegen Mittag strömte die Witiker Bevölkerung in Scharen zum Festplatz. Hinter dem grossen Festzelt begrüsste Quartiervereinspräsident Balz Bürgisser die Ehrengäste: Darunter eine Stadträtin und drei Stadträte, einige Gemeinderäte, Kantonsrätinnen sowie Exponenten der städtischen Behören - und zahlreiche grosse Spender und Sponsoren, insbesondere die Zürcher Kantonalbank.
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Um 12 Uhr ertönte im Festzelt echte karibische Musik: Die grösste (und beste) Schweizer Steelband, die Caribean Connection, musizierte. Das Publikum hörte den lauten Klängen dieser Grossband zu - für empfindliche Ohren lagen Gehörschütze auf den schön dekorierten Tischen bereit. Nach diesem besonderen Konzert genossen die Festbesucher und die Ehrengäste das feine Essen, das von der Magier-Küche zubereitet wurde. Die Festwirtschaft war gut organisiert und erfüllte alle kulinarischen Bedürfnisse der Besucherinnen und Besucher.
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Um 13 Uhr begann der Festakt. Quartiervereinspräsident Balz Bürgisser begrüsste die 350 Anwesenden. In seiner Ansprache kam er auf die Besonderheiten unseres schönen Quartiers zu sprechen: die südexponierte Höhenlage und damit zusammenhängend viel Sonne und reine, frische Höhenluft, viele Grünflächen - 65% des Quartiers sind Wiesen und Wälder - und ein besonderes Zusammengehörigkeitsgefühl. "Allerdings sind in den letzten Jahren einige Wiesen im Quartier verschwunden, und auf eine direkte öffentliche Verbindung ins Stadtzentrum warten wir immer noch", so der Quartiervereinspräsident. Er rief die Witikerinnen und Witiker zur Wachsamkeit auf, damit die Lebensqualität in Witikon erhalten bleibt oder sich gar erhöht.
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Jetzt betrat die in Witikon wohnhafte und hier aufgewachsene Radiolegende Ueli Beck die Bühne. Er begann aus seiner Jugendzeit Geschichten über Witiker Persönlichkeiten und Originale zu erzählen. Die Festbesucher hörten dem begnadeten Erzähler fasziniert zu und staunten, wie stark sich Witikon in den letzten 75 Jahren gewandelt hat. Ueli Beck erntete für seine authentischen Schilderungen lang anhaltenden Applaus; und er versprach der Festgemeinde, seine Geschichten schriftlich dem Quartierverein zur Verfügung zu stellen, damit sie herausgegeben werden können.
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Nun hatten gut 40 Witiker Primarschülerinnen und Primarschüler ihrer grossen Auftritt. Unter der Leitung der beiden Lehrpersonen des Schulhauses Looren, Franziska Strässle und Claudio Rupp, sang der extra für den Festakt zusammengestellte Chor den Witiker Song. Die Zuschauer lauschten gebannt den Kinderstimmen, die wiederholt und voller Überzeugung "Witike, du bisch min gröschte Schatz" sangen. Da wurde es allen warm ums Herz. Die Kinder erhielten viel Applaus und bekamen als Erinnerung einen Witiker Kugelschreiber, der speziell für das Quartierfäscht hergestellt wurde.
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Stadträtin Kathrin Martelli überbrachte die Grüsse der Stadtregierung. Die Vorsteherin des Hochbaudepartements begann ihre Ansprache mit persönlichen Erinnerungen: wie sie als Kind von Riesbach das Wehrenbachtobel hinauf nach Witikon gegangen sei, um in der Chelle seltene Pflanzen und Tiere zu bestaunen. Dann kam Kathrin Martelli auf die historische Entwicklung Witikons zu sprechen: Das selbständige Bauerndorf geriet in den 1920er Jahren in finanzielle Bedrängnis: Trotz hohem Steuerfuss konnte die Gemeinde wichtige öffentliche Aufgaben nicht mehr erfüllen. |
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Sie nahm - wie andere Vororte auch - Kontakt mit der Stadt Zürich auf und bat um Aufnahme. Im zweiten Anlauf stimmten die Stimmbürger des Kantons Zürich zu: acht Vororte wurden am 1. Januar 1934 in die Stadt eingemeindet. Witikon zählte damals 787 Einwohner; heute sind es gut 10'000. Die damals arme Bauergemeinde ist heute "in den Augen des Steueramtes eine Perle". Das hörten die Witikonerinnen und Witikoner gerne. Sie applaudierten der Stadträtin für ihre persönlichen und lehrreichen Worte.
Jetzt betrat Balz Bürgisser nochmals die Bühne und dankte allen Spendern und Sponsoren sowie den Helferinnen und Helfern für die grossartige Unterstützung. Er bat die Mitglieder des Organisationskomitees (siehe unten) auf die Bühne und überreichte ihnen als bleibende Erinnerung eine Witiker Uhr. Das Publikum dankte den OK-Mitgliedern für die grosse wertvolle Arbeit mit kräftigem Applaus.
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Schliesslich trat der in Witikon aufgewachsene international bekannte Tenor und Künstler Christian Jenny auf. Er begrüsste die Anwesenden als Dr. Leo Wundergut verkleidet. Er charakterisierte Witikon mit humorvollen Texten und dazu passenden Liedern. Dass Christian Jenny ein bekannter Tenor ist, wussten die Festbesucher; jetzt lernten sie ihn auch als einfallsreichen und schlagfertigen Kabarettisten kennen. Seine Pointen sorgten für lang anhaltendes Gelächter im Festzelt. Der fulminante Auftritt von Christian Jenny wird den Anwesenden unauslöschlich in Erinnerung bleiben. |
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Nach dem Festakt genossen die Festbesucher auf dem Langmattareal bei Speis und Trank das prächtige Wetter. Sie besuchten den Streichelzoo, beteiligten sich an Spielen für jung und alt oder nahmen am Ballonflug-Wettbewerb teil. Welcher Ballon ist wohl am weitesten geflogen?
Zum Abschluss des Quartierfestes wurde im grossen Saal des Pfarreizentrums der katholischen Kirche Maria Krönung das Kindermusical "Tuishi pamoja, eine Freundschaft in der Savanne" aufgeführt. Der Saal war zum Bersten voll. Die Kinder vom Chor St. Anton / Maria Krönung spielten - als Tiere verkleidet - hervorragend. Die Zuschauer lauschten gespannt den ernsten und amüsanten Geschichten von Giraffen und Zebras. Am Schluss gab es tosenden Applaus und Bravo-Rufe für den Kinderchor und deren Leiterin, Frau Siemes.
Das Organisationskomitee
Die folgenden Witikerinnen und Witiker haben das Quartierfäscht seit einem Jahr umsichtig geplant und organisiert. Hanspeter Gehr (delegiert vom Quartierverein), Gregor Meili (Turnverein), Sonja Monn (Damen-Turnverein), Benny Nussbaum (Quartierverein), Simone Pfeiffer (Gemeinschaftszentrum), Bea Rübel (Quartierverein), Daniela Schiesser (Elternverein), Christian Schneider (ref. Kirchgemeinde), Bernd Siemes (kath. Kirchgemeinde), René Stieger (Turnverein), Maja Stokar (Quartierverein). Auch Therese und Hanspeter Näf vom Sekretariat des Quartiervereins haben viele Stunden ehrenamtlich gearbeitet, um das Quartierfäscht vorzubereiten. Den Genannten und den zahlreichen Helferinnen und Helfern gebührt ein besonderer Bonus: unser herzlicher Dank.
Balz Bürgisser
Präsident des Organisationskomitees Witiker Quartierfäscht
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